VorbereitungsgesellschaftOBER-HAVEL-LAND Kliniken

Die bundesdeutsche Krankenhauslandschaft befindet sich in einem tiefgreifenden Umbruchprozess, der zu einer weiteren Konsolidierung des Krankenhausmarktes führen wird. Diese Entwicklungstendenzen erfordern eine Neuorientierung der strategischen Ausrichtung kommunaler Krankenhausunternehmen in der Region. Die Bildung überregionaler Krankenhausverbünde ist eine Strategie, um die wirtschaftlichen Herausforderungen zu bewältigen und im Wettbewerb langfristig bestehen zu können.

Die Oberhavel Kliniken GmbH und die Havelland Kliniken GmbH stehen seit Jahren im kollegialen Austausch miteinander. Dieser soll nun – nach Abstimmung mit den Landräten und Kreistagen von Oberhavel und Havelland - in Form einer verbindlichen Kooperation intensiviert werden. Zum Wohl der Patienten werden gemeinsame Projekte entwickelt und umgesetzt. Ziel ist es, im Nordwesten Brandenburgs eine wohnortnahe, hochwertige medizinische Versorgung zu wirtschaftlichen Bedingungen anzubieten.

Diese größere Trägerstruktur soll Kosteneinsparungen ermöglichen, Synergieeffekte erzielen und wirtschaftliche Betriebsgrößen schaffen. Überdies werden Vorteile bei der Akquise von Patienten, die Abrundung der Versorgungsstrukturen und die nachhaltige Absicherung von Qualitätsstandards angestrebt. Ein fusionierter kommunaler Krankenhausverbund besäße einen gemeinsamen Einzugsbereich und die wirtschaftliche Stärke, um der Bevölkerung und den Kostenträgern spezielle medizinische Angebote zu machen, die ihn von Wettbewerbern abheben. Sollte diese Kooperation in eine Fusion münden, würde der überregionale Verbund, zu dem dann fünf Krankenhäuser (Nauen, Rathenow, Hennigsdorf, Oranienburg und Gransee) sowie mehrere Medizinische Versorgungszentren, Seniorenpflegezentren und die Rettungsdienste beider Landkreise gehören, mit ca. 3000 Angestellten einer der größten Arbeitgeber im Land Brandenburg werden.